Schwächen

Vielen Dank für Ihre engagierte Beteiligung und Ihre bisher eingebrachten Anregungen und Ideen.

Die Online-Beteiligung über diese Homepage ist nun abgeschlossen und wird zusammengefasst und ausgewertet.

Wenn Ihnen noch weitere Schwächen einfallen, können Sie diese gerne per Mail an waldt@bcsg.de (Fr. Waldt) schicken oder uns diese telefonisch (Fr. Waldt: 0451-31750455 oder Fr. Eilers: 0451 31750454)  mitteilen.

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Im Kommentarfeld unten auf dieser Seite konnten die aus Ihrer Sicht bestehenden Schwächen der Gemeinde Bordesholm eingetragen werden. Die Sammlung der Schwächen dient als Bestandsaufnahme, bei der alle Bewohner:innen der Gemeinde ihre Ortskenntnis und Erfahrungen einbringen konnten. Auch können wir daraus ggf. Vorschläge z.B. in Bezug auf die Minimierung der Schwächen oder sogar eine Umwandlung in Stärken ableiten.

Welche Dinge gefallen Ihnen in Ihrer Gemeinde nicht so gut? Welche Angebote fehlen?

Die Anregungen wurden entsprechend unserer Moderationsrichtlinien geprüft und freigegeben.

16 Antworten auf „Schwächen“

  1. Die große Schwäche von Bordesholm ist die fast ausschließliche Ausrichtung und Planung des Nahverkehrs auf das Auto. Sicherer und komfortabler Fuß- und Radverkehr findet nur punktuell statt. Viel zu viel innerörtlicher Freiraum wird fürs Parken genutz (entlang der Heinrich-Rix-Straße, Aldi/Rewe Parkplatz, Edeka Parkplatz, Profi Kiel Parkplatz). Mehr als ein Drittel der Fläche im Ortskern geht dafür drauf. Statt dessen könnten hier grüne Begegnungsbereiche (speziell auch für die in Bordesholm völlig vernachlässigte Jugend), Außengastronomie, Parks und Spielplätze geschaffen werden.
    Die Stadtentwicklung ist in Bordesholm in den 70ern stecken geblieben. Statt wie in anderen Orten lebensfreundliche, grüne, autofreie Ortskerne zu schaffen, ist man hier den entgetgengesetzten Weg gegangen und hat zieht immer mehr Autoverkehr in den Ort. Planung findet nur durch die Windschutzscheibe statt. Das macht das zu Fuß gehen und Fahrradfahren in Bordesholm auch so gefährlich und damit unattraktiv. Dabei hat Bordesholm die richtige Größe, um alles ohne Auto erledigen zukönnen. Natürlich gibt es Außnahmen, gehbehinderter Mitmenschen, für die angepasste Lösungen gefunden werden müssen.

    Inneverdichtung ist prinzipiell der Zersiedelung vorzuziehen. Allerdings gibt es auch dort Grenzen, die m.E. in Bordesholm langsam erreicht sind. Kleine innerörtliche Grün- und Freiflächen sind für das Orts- und Lebensgefühl in Bordesholm wichtig und sollten gezielt erhalten und gefördert werden. Auch sollte weitere Bebauung am Ortsrand (vor allem am Veranstaltungsplatz!) nur noch kleinflächig als Lückenschluss stattfinden. Der dadurch induzierte Verkehr und ein weiterer Verbrauch an ortsnahen Grünflächen ist nicht mehr hinnehmbar. Teilweise hat man den Eindruck, der Wunsch potenzieller Neubürger für Bordesholm nach einem neuen Eigenheim wird seitens der Politik viel höher bewertet, als der Wunsch der ortsansässigen Bordesholmer nach einem lebenswertem Umfeld!

    1. Der Fußgänger- und Radfahrerverkehr müsste in Bordesholm planerisch optimiert werden., auch unter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit des sicheren Schulweges der Schüler zu den Schulen und zum Bahnhof. Besondere Überplanungen sind zur Trennung des Fahrzeugsverkehrs (LKW, Busse, landwirtschaftliche Großgerät, PKW) vom Fahrradverkehr und Fußgängerverkehr durchzuführen. Als Verkehrsteilnehmer mit PKW und Fahrrad und als Fußgänger erscheinen hier mit besonderen Defiziten zum Thema “Verkehrssicherheit” folgende Straßen:
      – “Holstenstraße” und “Heintzestraße”
      Beispiel: Als Fahrradfahrer in Fahrtrichtung Westen fühlt man sich bei starkem Fahrzeugverkehr und Gegenverkehr sehr unwohl. Hier sind Umplanungen zur Trennung der Verkehre dringend erforderlich.
      Grundsätzlich sollte ein Gesamtkonzept für Bordesholm erarbeitet werden.

  2. Das Rad- und Fußwegenetz der Gemeinde ist in einem schlechten Zustand.
    Insbesondere Menschen mit Behinderungen können an vielen Stellen nur mühsam und mit äußerster Vorsicht die Wege begehen (Unebenheiten, Schräglage, Baumwurzeln etc.) und müssen zum Teil auf die Straße ausweichen. Der Fußweg z.B. entlang der Holstenstraße Richtung Westen ist viel zu schmal, um die Sicherheit von Fußgängern und radfahrenden Kindern zu gewährleisen – ebenso an der Heintzestraße in Richtung Osten.
    Fahrradfahrer müssen sich im Ort dem motorisierten Verkehr weitgehend unterordnen und werden nicht als gleichwertige Verkehrsteilnehmer betrachtet. Zum Teil ist die Qualität der Wege sehr schlecht oder sie sind nicht ausreichend breit, um verkehrssicher Fußgängern ausweichen oder überholen zu können (z.B. Kieler Straße). Die Wegeführung für die Radfahrer ist an vielen Stellen mal an den motorisierten Verkehr angepasst und mal an den Fußgängerverkehr (Übergang Bahnhofstraße / Einmündung Holstenstraße). Das führt immer wieder zu Irritationen, brenzligen Situationen und Unterbrechung des Fahrtflusses für die Radfahrer. An der Einmündung der Bahnhofstraße (Einkaufstraße) in die Heinrich-Rix-Straße kommt es aus eigener Erfahrung immer wieder zu Beinahe-Unfällen, weil viele Verkehrsteilnehmer scheinbar nicht wissen, dass auch die Radfahrer hier Vorfahrt gewähren müssen und eben nicht über den Zebrastreifen fahren wollen. An der Kreuzung Kieler Straße / Holstenstraße müssen Radfahrer, die aus Norden kommen und in Richtung Osten weiterfahren wollen, zweimal die Straße überqueren – die Folge sind teilweise wilde Querungsmanöver über die Kieler Straße von Radfahrern, die nicht ständig ausgebremst werden wollen. Ein unnötiger Brennpunkt, wenn man die Radler rechtzeitig und sicher mit vor der Ampel eingliedern würde.
    Die Einkaufstraße wird zunehmend durch den motorisierten Verkehr belastet. Tempo 20 wird hier von den Wenigsten gefahren. Als Fußgängerin ist es zu Stoßzeiten manchmal schon schwierig, die Straße zu überqueren. Die neue Umgehung wird dagegen nur wenig benutzt und wenn, dann wird Tempo 30 nur selten eingehalten, was an der Einmündung zur Heinrich-Rix-Straße bei den Verkehrsteilnehmern ebenfalls häufig für gefährliche Momente sorgt.
    Der Rathausplatz hat trotz der neuen Nutzung des Pavillons wenig an Attraktivität gewonnen. Für mich als Bürgerin ist er nach wie vor in seiner eher tristen Weite ein “Fluchtplatz” und lädt nicht zu Verweilen ein. Dazu kommt der zunehmende Verkehrslärm und die wenigen, sehr überschaubaren, durchaus noch erweiterbaren Grünbereiche. Betrachtet man den Innenbereich im Luftbild, wird erschreckend deutlich, wie groß die Inanspruchnahme von Flächen für den ruhenden und den fließenden Verkehr ist.
    Versiegelung und Schottergärten sind im Land Schleswig-Holstein untersagt und auch die Gemeinde Bordesholm hat sich dagegen positioniert. Trotzdem werden noch immer großflächig Bereiche entgrünt, betoniert, versiegelt und / oder mit Schottersteinen abgedeckt. Ein aktuelles Beispiel, das sicherlich im Ort Schule macht und im schlimmsten Fall Nachahmer findet, weil so exponiert und sichtbar, ist die Fläche um die “Sportsbar” an der Bahnhofstraße (Einmündung zu Edeka). Hier haben Anwohner auf gemeindeeigenem Gelände Fakten geschaffen, auf großer Fläche gemeindeeigenes Grün ungefragt entfernt und zu 98 % eine Fläche versiegelt, die ursprünglich für Regenwasserversickerung und Lebensraum für Kleinstlebewesen im Parkplatz- und Straßenbereich fungiert hat (passt aber in die “Steinwüste” rund um den Bahnhof). Mit Biodiversität, für die übrigens derzeit ein sehr teures Gutachten im Auftrag der Gemeinde erstellt wird, hat das meiner Meinung nach nichts zu tun – da helfen auch eine Handvoll Kirschlorbeer und traurige Saisonpflänzchen nicht.
    Dass die bauliche Entwicklung im Innenbereich in Bordesholm vorangetrieben wird, ist aktuell nicht zu übersehen. Das ist auch gut so und einer weiteren Versiegelung und Ausbreitung im Außenbereich absolut vorzuziehen. Allerdings ist auffällig, dass immer mehr private Investoren den Ort für sich entdecken, ortsbildprägende Gebäude ohne mit der Wimper zu zucken abräumen und durch hochpreisige Appartementkomplexe ersetzen, die zudem mit den nötigen Parkplätzen eine großflächige Grundstücksversiegelung verursachen. Hier wird zum Einen der einseitige Zuzug von pensionierten, gut situierten Rentnern aus den umliegenden Städten gefördert, während den meisten Familien mit Kindern ein Kauf oder die Miete dieser kaum bezahlbaren Wohnungen weitgehend unmöglich ist. Das fördert eine einseitige demographische Entwicklung, die dem Ort nicht gut tut. Zum Anderen verlieren wir in Bordesholm Stück für Stück die Ortsbildidentität, mit der auch das Heimatgefühl und die Verbundenheit zum Wohnort für die Bürger zunehmend abhanden kommt.
    Wir müssen aufpassen, dass wir nicht, nur weil wir im Außenbereich ja soviel Natur haben, im Innenbereich nur für unsere Autos, moderne, schicke städtische Architektur und “Sauberkeit” sorgen, sondern dass wir uns einen lebenswerten Ort schaffen und erhalten, in dem alle Bürger gerne sind, bleiben und sich auch einsetzen. Denn wir leben ja eigentlich im ländlichen Raum, da geht es etwas anders, als in der Stadt und das ist auch gut so.

  3. Ich möchte mich uneingeschränkt den vorherigen Kommentaren anschließen. Als Fahrradfahrerin erlebe ich tagsüber auf fast jeder Fahrt über die Heintze-Straße und die Holstenstr. Situationen, die ich als ernsthaft gefährlich einschätze. Zu wenig Platz für die Radfahrer, keine klar abgegrenzten Bereiche, zu schmale Fußwege und viel zu viele Autos, Busse, Lastwagen etc.
    Ich würde gerne auf mein Auto verzichten, bin aber in einigen Fällen doch auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen. Neumünster und Kiel sind gut mit der Bahn erreichbar, wenn sie denn (pünktlich) fährt. Um Autofreiheit tatsächlich alltagstauglich umsetzen zu können, ist dringend ein Carsharing Angebot in Bordesholm erforderlich.

  4. Ein besonderer Gefahrenpunkt für Fußgänger und Radfahrer besteht vor der Klaus Groth Apotheke. Hier wird regelmäßig der Fußweg zugeparkt, teilweise mit mehreren Fahrzeugen. Dazu kommen die ein- und ausfahrenden Autos, die wegen der schlechten Sichtverhältnisse durch die gehwegparkenden Autos Fußgänger und Radfahrer zusätzlich in Bedrängnis bringen. Das jetzt noch für das neue Wohngebäude nebenan die Zufahrt ebenfalls dort vorgesehen ist (Planung durch die Windschutzscheibe s.o.), lässt zukünftig Schlimmstes für alle Verkehrsteilnehmer befürchten, wobei nur Fußgänger und Radfahrer bedroht sind.
    Dass in der Holstenstraße Tempo 30 gilt, ist erfreulich (dies sollte man flächendeckend einführen). Allerdings entschärft dies die Situation für Radfahrer nur begrenzt, da viele Autofahrer bei den nach Westen auf der Straße fahrenden Radfahrern nicht den vorgeschrieben Sicherheitsabstand einhalten (was zugegebener Maßen auf der schmalen Straße schwierig ist, da bei korrekter Einhaltung aller Sicherheitsabstände gar nicht überholt werden darf!). In Gegenrichtung ist der immer noch auf dem Gehweg geführte Radweg ein Hindernis Parkour und steht im stetigen Wettstreit mit den Fußgängern dort. Vor der Linden-Apotheke wird es durch die Parkplätze dort und den Moorweg besonders unübersichtlich und gefährlich, denn die Autofahrer haben die auf dem Gehweg fahrenden Radfahrer oft nicht auf der Rechnung. Der Gehweg Richtung Westen ist viel zu schmal und gefährlich. Zusätzlich gibt es dort zahlreichen schwer einsehbare Zufahrten, was allerhöchste Gefahr für die Fußgänger bedeutet.
    Die schmalen gemeinsamen Fuß- und Radwege entlang der Kieler Straße sind ebenfalls unfallträchtig, meist noch verschärft durch dort oder auf dem schmalen Grünstreifen parkende Autos. Unklar ist auch, wie die entlang der Kieler Straße fahrenden Radfahrer die Kreuzung mit der Holstenstraße überqueren sollen. Heist hier mal wieder “Radfahrer absteigen und schieben”?
    Die schmalen und keinesfalls Behinderten gerechten Fußwege entlang der Eidersteder Straße sind in einem katatsrophalen Zustand.
    Der gemeinsame Fuß- und Radweg an der Bahnhofstraße zwischen Schell-Tankstelle und Kieler Straße ist durch die zahlreichen Hindernisse und Engstellen ebenfalls alles andere als sicher und zeitgemäß.

  5. Danke an alle vorhergehenden Kommentierende. Ich schließe mich ihnen gern an. Eine weitere Anmerkung: Die an sich sehr lobenswerte Aktion des regionalen Busverkehrs führt die Busse auch durch Alt-Bordesholm. Der sehr schmale Straßenverlauf Holstenstr. -Heintzestr. – Wildhofstr. ist damit leider überfordert. Begegnungverkehr muss i.d.R. auf den Fussweg ausweichen, bzw. anhalten. Darüber hinaus müssen die Busse ab dem Lindenplatz in Richtung Ortsausgang mühevoll um parkende Fahrzeuge herum fahren. Dies war und ist schon durch den Schulbusverkehr umständlich, aber natürlich nötig. Nun entsteht diese Situation viele Male mehr am Tag. Im schlimmsten Fall entsteht eine Verdrängung zu Lasten der Fussgänger:innen, die letztendlich nicht mehr weiter ausweichen können.
    Thema Handel: es wird eine weitere Schwäche in Bordesholm entstehen, wenn es tatsächlich zur Ansiedlung eines weiteren Geschäfts im niedrigsten Preissortiment im Ortszentrum kommt. Welche Analyse hat dazu geführt, dies zuzulassen? Wenn die Kaufkraft der Bürger:innen im Ort gehalten werden soll, dann ist dies meiner Meinung nach der falsche Weg.

  6. Unter Frage zwei wurde nach der Parkplatzsituation gefragt. M.E. gibt es zu viele Parkplätze, die dazu “verführen” – doch das Auto zu nehmen, um mal eben schnell in den Ort zu fahren. Aus diesem Grunde ist m.E. die Parkplatzsituation ungenügend und nicht zukunftsfähig.

    Mit Blick auf eine schlechte Umweltsituation ist der See zu nennen. Vor 20 Jahren konnten wir noch ganzjährig (mit Freude) im See baden. Wie die Situation jetzt ist, ist bekannt. Landwirte und Politiker sollten couragiert erkennen, das konsequente Reduktion des Phosphateintrags an der Quelle erforderlich und langfristig wirtschaftlich ist . Phosphatfällungsmethoden können erst dann temporär und additiv eingesetzt werden, wenn der Phosphateintrag drastisch minimiert wurde (nicht vorher!).

    Ansonsten gibt es noch sehr viel zu tun beim Klimaschutz – sowohl seitens der Kommune, der Unternehmen und der Privatpersonen.

  7. Ich schließe mich all meinen Vorrednerinnen und Vorrednern an. Mehr Platz fürs Fahrrad, weniger Raum fürs Auto! Fahrradstraßen, Einbahnstraßen, weniger Auto-Parkplätze – der Werkzeugkasten einer Kommune/eines Kreises gibt doch bei gutem Willen so einiges her. Und: sind eigentlich die Schilder “Radfahrer bitte absteigen” und “Fußgänger andere Straßenseite benutzen” die einzig denkbare Lösung bei Baustellen im Fahrbahnbereich?
    Ich habe vor Jahren, als ich regelmäßig mit dem Fahrrad zum Bahnhof musste, mal eine Glosse geschrieben – darüber, dass ich allein an einem Morgen im Bereich der Holsten- und Bahnhofstraße 3mal fast überfahren worden wäre, wenn ich nicht so geistesgegenwärtig gewesen wäre. Die las sich ganz witzig, auch wenn mir die Erlebnisse sehr in den Knochen saßen. Ich räume allerdings auch ein, dass das Verhalten mancher Radelnder sehr zu wünschen übrig lässt. Aber es muss doch möglich sein, im Straßenverkehr genügend Rücksicht aufeinander und Aufmerksamkeit füreinander aufzubringen, um heil anzukommen; auf allen Seiten!
    Über die “Gärten des Grauens” (Kieswüsten), deren Anzahl nach meinem Empfinden in und um Bordesholm gerade auch auf privaten Flächen sprunghaft zunimmt, bin ich sehr entsetzt. Mein dringender Wunsch: verbieten! Das geht – und funktioniert woanders sehr gut.
    Und last, but not least: die Idee mit Aluminiumsalzen den See zu sanieren, finde ich höchst beunruhigend. Wir schaffen hier die Altlasten von morgen!

  8. Eigentlich wurde schon alles von meinen Vorredner*innen benannt, aber vielleicht hilft es ja die Dinge mehrfach zu benennten:
    – Rad- und Fußgängerwege sind teils in sehr schlechtem Zustand, der Autoverkehr wird klar bevorzugt
    – Radwege werden im Winter nicht geräumt, das Ausweichen auf die Fahrbahn ist nicht ungefährlich, insbesondere in den dunklen Morgen- und Abendstunden
    – zu wenig naturnahes Grün, zu viele versiegelte Flächen – insbesondere Parkplätze für Autos…

  9. Strassenverkehr:
    Wir haben mit der L49 und der L318 eine quasi Umgehungsstrasse die vom Land finanziert wird. Die Gemeinde Bordesholm und auch Wattenbek ist so großzügig und lockt den überflüssigen, schädlichen Durchgangsverkehr auf unsere Strassen. Zum Beispiel: Warum muss über den Moorweg der Durchgangsverkehr rollen? Seit Jahren verschieben wir aus Kostengründen die Renovierung des Moorwegs. Intelligente, nachhaltige Verkehrsplanung sieht anders aus. Der Moorweg ist so breit, dort könnte man neue Verkehrskonzepte für eine besser Mobilität UND mehr Lebensqualität ausprobieren.

    Der Verkehrsdruck wird sich sich in den den nächsten Jahren wegen der Randbebauungen in Bordesholm (Veranstaltungsplatz) und Wattenbek stark erhöhen. Dann sollten wir zumindest den schädlichen Durchgangsverkehr vermeiden.

    Bordesholm ist auch dem 1000fach gescheiteten Gedanken nachgelaufen die Randbebauungen (Häuser, Einkaufszentren) zu forcieren um das Zentrum zu stärken. Entweder macht man eine zentrumsorientierte Stadtplanung und lässt die Ränder in Ruhe oder eine randorientierte Stadtplanung und opfert das Zentrum.

    Die Einkaufsstrasse ist nicht überdacht. Man lässt die Kunden buchstäblich im Regen stehen,

    Es fehlen in Bordesholm, ausserhalb von Vereinen, Orte um zu verweilen, um sich zu treffen.

  10. Als Fahrradfahrerin kann ich mich sämtlichen Kommentaren nur anschließen und ergänzen, dass Fahrradfahren mit Kindern sich durch die zahleich genannten Schwächen besonders schwierig gestaltet und häufig auch auf Fahrradanhänger o.Ä. viel zu wenig Rücksicht genommen wird.

    Für den Rathausplatz wäre m.E. ein Baum (eine Linde?) in der Platzmitte ein kleiner Beutrag dazu, diesen sonst oft so verödet wirkenden Platz etwas zu beleben.

  11. Die gefährliche Situation für Radfahrer in Bordesholm wurde meines Erachtens deutlich und zutreffend dargestellt. Ich würde gerne auch noch einmal auf das Dauerthema “Bordesholmer See” hinweisen.
    Ein bisher zu wenig beachtetes Problem stellt die veraltete Kanalisation in Bordesholm dar: Viele Rohre sind vermutlich zu eng und werden die Wassermassen, die bei künftigen Starkregen-Ereignissen erreicht werden, nicht aufnehmen können, sodass mit Überflutungen und volllaufenden Kellern zu rechnen ist (Klimakrise). Auch in diesem Zusammenhang sind versiegelte Flächen und Schottergärten als problematisch zu erachten.

  12. Fahrradfahren in Bordesholm:
    Das ist auch für mich eine echte Schwäche in Bordesholm. Mal ein Radweg, mal keiner, dann plötzlich zu Ende, dann wieder geteilt mit Fußgänger*innen. Und wenn es eine Baustelle auf dem Weg gibt, dann heißt es immer „Radfahrer absteigen“, während alle anderen Verkehrsteilnehmer*innen weiterhin freie Bewegungswege haben.
    Auf den Radwegen geht es dann rauf und runter (alle Ein-Ausfahrten sind immer autogerecht abgesenkt), über buckelige Holperwege oder andere Wege, die gerade mal über die Breite eines Fahrradlenkers verfügen .
    In der Heinzestraße in Richtung Alt-Bordesholm wird es oft eng, wenn Autos auf der Fahrbahn parken (warum dürfen die das überhaupt auf dieser wichtigen Verkehrsachse?).

    Mein Vorschlag: für künftige Planungen zu dem Thema Radverkehr auch mal die Fahrradfahrer‘*innen einbeziehen. In einer Sitzung der Gemeindevertretung zum Thema Moorweg und dem geplanten Radweg musste ich fassungslos erleben, dass kaum jemand von den Entscheider*innen jemals auf dem Rad saß oder sitzt und die Gemeinde vorwiegend aus der Windschutzscheibe heraus gestaltet wird.
    Diese fehlende Erfahrung ließe sich durch eine geführte und erlebte Fahrradexkursion der GV durch Alltagsfahrer/innen nachholen.

    Fehlendes Grün:
    Bordesholm ist ein Ort der Versiegelung und Pflasterung. Für künftige Starkregenereignisse und steigende Temperaturen ist das sehr ungünstig.
    Auch Privateigentümer sind hier in der Verantwortung, ihre Flächen nicht zu versiegeln. Von der Gemeindeseite aus könnte man versiegelte Fläche als eben solche in die Berechnung des Abwassers realistisch und sorgfältig mit einberechnen und eine solche Flächenbestandsaufnahme aktuell halten.
    Insgesamt kann Bordesholm und das Umland viel mehr Bäume vertragen, die auch groß werden dürfen. Jeder Baum ist ein Klimaschützer und trägt zur Abkühlung seiner Umgebung bei.

    Alte Linde:
    Regelmäßig wird der mit kleinen Steinchen versiegelte Platz um die historische Linde mit Gasflammen abgefackelt und jedes bisschen Leben massakriert. Für die künftige Entwicklung aus dem Torso der zerfallenen Linde heraus ist es aus meiner Sicht wichtig, den Boden zu entsiegeln und ihn nicht immer wieder zu schwächen. Stattdessen braucht der Baum dort Unterstützung im Boden selbst. Sonst droht den nachgewachsenen Teilen bald ein ähnliches Schicksal wie der alten Linde.

  13. Seitdem sich ständig leere Busse überall durch dir Straßen drängeln, ist es mit der Verkehrssicherheit nicht gerade besser geworden. Tipp: VW-Busse o.ä. anstatt dieser riesigen Dinger einsetzen, in den 0-2 Gäste sitzen.

  14. Ein großer Verkehrssicherheitsschwachpunkt ist meines Erachtens der Ortseingang aus Kiel kommend. Dort befindet sich eine Senke (beim Autohaus Bustorf) und es wird oft viel zu schnell gefahren (beide Richtungen). Auch sind dort oft Senioren unterwegs mit Rollator und überqueren die Straße. Dass es für Kinder gefährlich ist, steht außer Frage. Dort wäre definitiv Tempo 30 angebracht, wie eigentlich im gesamten Ort, Kronshagen z.B. hat es vorgemacht, Bordesholm sollte folgen.

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